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Wie kann man Stress besser bewältigen

Wie kann man Stress besser bewältigen
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Vor dem Hintergrund des angespannten wirtschaftlichen Umfelds und der anhaltenden Produktivitätsspirale kann sich niemand dem wirtschaftlichen Druck und dem daraus entstehenden Stress entziehen. Oft werden die physische und psychische Gesundheit dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen. Monster.lu hilft Ihnen, Stress besser abzuwenden und zu bewältigen.

Stress erkennen

Um Stress entgegenzuwirken zu können, müssen zunächst seine Anzeichen und Symptome erkannt werden.
Patricia Lukac, Gesundheitspsychologin der Unternehmensgruppe Solexter in Luxemburg, beschreibt die ersten Anzeichen. „Sie sind oft eher affektiv als körperlich und äußern sich durch Spannungen, Schmerzen und Muskelermüdung.Nach und nach treten weitere für Stress symptomatische „Warnblinker“ auf, die sich vermehren und verstärken und bis hin zu Störungen des Schlafrhythmus sowie Verletzungen des Selbstwertgefühls führen können. Es kann nicht oft genug wiederholt werden, dass Stress intrusiv ist und man sich manchmal erst spät bewusst wird, wie sehr er sich in unser tägliches Leben eingeschlichen hat und unser Verhalten dauerhaft beeinträchtigt. Natürlich werden diese Auswirkungen nicht sofort bemerkbar; Patricia Lukac zufolge „tritt die selbstzerstörerische Phase im Allgemeinen nach fünf bis zehn Jahren ständigen Stresses auf“. Es gibt viele körperliche und psychologische Schäden, denen vorgebeugt werden sollte, sobald die ersten Anzeichen auftreten.

Wie kann man mit dieser Situation fertigwerden, ohne sich darin zu verstricken?

„Unsere Umgebung ist unser objektiver Spiegel; sobald die Anzeichen von Stress erkannt sind, müssen wir uns fragen, warum wir gestresst sind, und die Stressfaktoren klar ermitteln“,erklärt die Psychologin. An erster Stelle der Stressauslöser steht oft die Arbeit, dann folgen persönliche Probleme. In der Arbeitswelt werden vier wichtige sogenannte „Stressoren“ unterschieden: die Arbeitsbelastung und der Druck (immer besser in immer weniger Zeit), Veränderungen (der Struktur oder der Organisation), die zu Unsicherheit führen, das geforderte persönliche Engagement und die damit verbundenen Frustrationen (fehlende Anerkennung, Aufwertung usw.) sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen am Arbeitsplatz. Zu einem wirklichen Leidensdruck in der Arbeit kommt es, wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr mit den kleinen und großen Prüfungen des Berufslebens fertigwird, wenn er versagt, somatisiert und schließlich zusammenbricht. Gefangen in der teuflischen Spirale eines nie nachlassenden Zeitdrucks, nimmt er sich nicht ausreichend Zeit, um sich die richtigen Fragen zu stellen und auf seine Bedürfnisse zu achten. Gerade dies ist jedoch unverzichtbar, um sich nicht selbst zu verleugnen. Der erste Schritt besteht darin, die ersten Anzeichen schriftlich festzuhalten und eine heilsame Bestandsaufnahme zu machen.

Kann schnell und wirksam Abhilfe geschaffen werden?

Es gibt kein Allheilmittel – jeder muss selbst herausfinden, wie sein Stress entsteht, um ihn wirksam zu bekämpfen.
Auf jeden Fall helfen Entspannungsübungen oder Meditation, um ihn körperlich in den Griff zu bekommen. Auch eine gute Lebenshygiene ist unverzichtbar. Wenn man seinen Körper besser beherrscht und eine gewisse Distanz herstellt, ist man besser gewappnet, um diese Angstzustände zu überwinden.
Der Arbeitgeber kann auch das Seine dazutun, indem er zum Beispiel Sitzungen zur „kognitiven Verhaltenstherapie“ einsetzt, die Verhaltensweisen und latente Denkmuster verändern helfen. Patricia Lucak sieht darin die Möglichkeit „einer Lösung individueller Konflikte oder des Einsatzes eines Aktionsplans für ein Arbeitsteam, einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und vor allem einer Vorbeugung von Konflikten und angstauslösenden Situationen im Unternehmen. Dadurch wird ein besseres Arbeitsklima geschaffen.
Maßnahmen dieser Art ermöglichen dem Arbeitgeber, eine „Win-Win-Beziehung“ herzustellen, wodurch insbesondere der Absentismus gesenkt, die Motivation wiederhergestellt und die Produktivität verbessert werden.
Die Lösungen sind so vielfältig wie die Situationen, doch eines ist gewiss: Heute, wo die Weltwirtschaft durch die Krise erschüttert wird, ist es höchste Zeit, sich – nach dem Vorbild der Weltgesundheitsorganisation – gemeinsam mit dem Stress und den psychologischen Störungen, die durch die derzeitige wirtschaftliche Lage verursacht werden, auseinanderzusetzen.
SOLEXTER SA, +352 26 50 36 72
www.santeautravail.lu

Entreprises Magazine, Beitrag zu Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, Ausgabe März-April 2009

Lucie Sainclair